Hilfe bei Bindungsangst

Was ist Bindungsangst?

Unter Bindungsangst versteht man die langanhaltende Angst, sich vollständig auf einen Partner einzulassen. In der Psychologie spricht man auch von Bindungsphobikern, welche immer dann die Beziehung beenden, wenn es ernst wird. Die Störung kann vielfältige Ursachen haben, nicht selten resultiert sie aus Verletzungen oder traumatischen Erlebnissen in einer früheren Partnerschaft. Oftmals sitzen solche Phobien sehr tief, da sie sich nicht selten in den ersten Lebensmonaten eines Menschen herausbilden. Werden die Bedürfnisse des Kleinkindes ignoriert, indem es sowohl Ablehnung durch Bestrafung erfährt, auf der anderen Seite aber auch überbehütet wird, entsteht ein ernstzunehmendes Ungleichgewicht. Auf diese Weise werden Trennung als auch die Nähe zur Mutter als bedrohlich empfunden. Weitere negative Erlebnisse, wie das Gefühl, nicht erwünscht zu sein, können diese Ängste intensivieren. Im Erwachsenenalter entstehen so häufig Probleme die Balance zwischen Nähe und Distanz zu halten. 

Welche Bindungsmuster gibt es?

Das Bindungsverhalten eines Kindes ist oft sehr vielfältig und individuell unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Erfahrungen in frühester Kindheit beeinflussen unser Verhalten in späteren Liebesbeziehungen. Die Wissenschaft unterscheidet zwischen 4 Bindungsmustern, welche im Nachfolgenden aufgelistet werden:

1. Sichere Bindung

Diese Menschen sind in der Lage eine angemessene Balance zwischen Nähe und Distanz zur Bezugsperson zu halten. In der Kindheit haben sie bereits Vertrauen entwickelt, da sie in ihrer Art und Weise vollständig angenommen und akzeptiert wurden. Ihre Bedürfnisse wurden ernst genommen und sie haben ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelt.

2. Unsichere vermeidende Bindung

Unsichere vermeidende Menschen wirken nach außen unabhängig, fühlen sich aber des Öfteren stark überfordert. In der Kindheit fühlten sie sich oft alleine gelassen, ohne den notwendigen Trost und Schutz erhalten zu haben. In bedrohlichen Situationen gerieten diese Kinder leichter aus dem Gleichgewicht und gingen später mit der Einstellung: „Ich bin nicht liebenswert“ durch das Leben. So geschieht es nicht selten, dass Erwachsene Bindungsängste entwickeln. Weitere Erkrankungen, wie z. B. Depressionen, treten nicht selten auf.

3. Unsicher ambivalente Bindung

Diese Menschen fühlten sich in der Kindheit unsicher und unbeschützt. Sie nahmen eine Bezugsperson wahr, die mal auf sie eingeht, auf der anderen Seite aber auch abweisend reagieren kann. Als Erwachsene zeigen sie sich deshalb bindungsängstlich, oft extrem angepasst oder abhängig von anderen.

4. Desorganisierte Bindung

Die desorganisierten Gebundenen haben ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit erfahren. Daher weist das Kind ein unsicheres Verhalten auf. Die Bezugspersonen waren oft nicht in der Lage eine adäquate Unterstützung zu gewährleisten. Im Erwachsenenalter kann es zu Verhaltensauffälligkeiten kommen. Es besteht für Sie die Annahme, dass es keine emotionale Sicherheit gibt, auch nicht vom Partner.

Wie kann man Bindungsängste beenden?

Bindungsangst entsteht durch unsere Einstellungen, welche wir im Hinblick auf Beziehungen entwickelt haben. Es empfiehlt sich die genauen Ängste sowie Befürchtungen schriftlich zu konkretisieren. Im nächsten Schritt überprüfen wir nun, ob die Bedrohung, welche wir sehen, tatsächlich eine solche darstellt. Wir könnten uns beispielsweise die Frage stellen: Muss ich wirklich immer die Verantwortung dafür übernehmen, wenn ich meine Meinung äußere und mein Partner gekränkt reagiert?

Gibt es Tipps und Strategien?

Der Schlüssel liegt letzten Endes im Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins. Wir haben alle das Recht unsere Meinungen und Bedürfnisse zu äußern, gegebenenfalls auch Grenzen zu setzen. Es ist von daher wichtig, dass wir uns regelmäßig selbst durch positive Affirmationen unterstützen, wie z. B. ich bin gut so, wie ich bin oder ich bin ein wertvoller Mensch mit vielen Stärken. Auch Yoga oder die progressive Muskelentspannung helfen uns dabei, unsere innere Mitte zu finden. Auch Visualisierungsübungen können nützlich sein, wir stellen uns also die beängstigenden Gedanken vor und führen sie innerlich zu einem positiven Ende.

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